Gestern fand der erste von 2 Gala-Abenden im Rahmen des Magierkongresses 2008 in St. Pölten statt – und ich war live dabei. Als Nicht-Magierin kann ich nichts über die Qualität der Tricks erzählen – das hält mich aber nicht davon ab, die Darbietungen aus meiner laienhaften Sicht zu loben und/oder kritisieren
Der Rahmen
Als Moderator engagierte man Alexander Telesko (als Villacherin muss ich sagen: eine gute Wahl und LeiLei!), der charmant und amüsant durch den Abend führte. Special Guest des Abends war sicher Siegfried, der von den anwesenden hunderten Zauberern Standing Ovations erntete (für seine Anwesenheit…gezaubert hat er ja nicht). Das Festspielhaus als Location war sehr nett – obwohl ich einen Balkonplatz hatte, war die Sicht auf die Bühne super. Aber jetzt zu den magischen Highlights…
Das Programm
Timo Marc (Deutschland) hat mich mit einer durchgängigen lustigen Visual Magic Nummer sehr beeindruckt. Wahnsinns-Timing…wie macht der das mit seinem blauen Monitor bloß?
Jay Niemi (Finnland) ließ seine Riesen-Kakadus durch das Festspielhaus kreisen, nachdem er zuerst viele kleine Vögel aus seinen Tüchern erscheinen ließ. Mein Herzbube meint ja, dass er die Vögel alle hinten in seinem Frack hatte…meiner Meinung nach hätte er damit ausgesehen wie der Glöckner von Notre Dame. Aber bitte, ich muss ja nicht alles wissen
Xavier Tapias (Spanien) war der Umweltbeauftragte des Abends: mit seiner Nummer „Recycling“ hat er mich nur teilweise beeindruckt. Es war ein bisschen langatmig und die Musik dazu war mir zu „moll“. Das Ergebnis konnte sich aber jedenfalls sehen lassen. Der Abgang mit Müllmännchen und Mistkübelhund war cool!
Marc und Alex (Deutschland) hatten neben Peter Marvey sicher die auffälligste Bühnenshow (und dass nicht nur wegen den vielen Begleiterinnen, die unterstützend auf der Bühne herumhüpften und/oder hervorgezaubert wurden). Ich muss zugeben, dass mich Laser, Feuer, Musik aber so abgelenkt haben, dass ich mich jetzt nicht unbedingt an Details erinnern kann.
Zhao yu ying (China): Fächer, Fächer, Fächer. Große, kleine, mittlere, grüne, gelbe, bunte. Das sind die wichtigsten Stichworte für diese Nummer. Tolles Kostüm, schöne Musik, super Maskenwechsel zum Schluss. Und Fächer, Fächer, Fächer. Große, kleine…
Pilou (Frankreich): super-nett! Lieb, sympathisch und komisch. So mag ich Zauberei! Wo auch immer diese Millionen Karten hergekommen sind. Aus den Schuhen? Oder dem Fass?
Peter Marvey (Schweiz): Als der Bühnenvorhang sich zum letzten Mal für diesen Abend öffnete, spielte in meinem Kopf automatisch der Refrain von Deichkind’s Song Remmie-Demmie: „Ein bisschen Gold und Silber, ein bisschen Glitzer Glitzer„. Dass die Nummer die letzte des Abends war, lässt mich als normalsterbliche Zuseherin vermuten, dass es sich hier um das Highlight handelte. Ich fand’s ganz nett – extrem beeindruckt hat es mich nicht, da ich davon überzeugt bin, dass nur Superman wirklich fliegen kann. Ich lass mich lieber von fingerfertigen Close-Up-Zauberern und Mentalisten (oje, Uri Geller hat auch bei mir seine Spuren hinterlassen) bezaubern.
Gesamturteil für den Abend: sehr gut organisiert, inszeniert und umgesetzt. Alle, die für heute Karten haben: die Investition hat sich gelohnt. Und für alle, die noch keine haben: kaufen, kaufen!
Achja: über Kommentare freu ich mich.
(Dani)